• Benjamin Rolff

New Work, New Habits: Wie kleine Gewohnheiten großen Wandel bewirken



Wer sind wir ohne unsere Gewohnheiten?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir lieben Routinen und Rituale, denn sie geben unserem Leben Klarheit und Struktur. Sie helfen uns, unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Sie lassen uns herausfordernde Situationen meistern. Und sie helfen uns, als Mensch zu wachsen, tagtäglich und fast mühelos.


Was passiert, wenn gute Gewohnheiten wegfallen, haben wir in den letzten Monaten am eigenen Leib erlebt: Der Commute zur Arbeit. Kaffee am Morgen mit den Kollegen. Sport nach der Arbeit im Fitnessstudio. Von heute auf morgen wurden unsere Routinen im großen Stil durcheinander gewirbelt, ohne schnellen Ersatz. Die Folge: unser Alltag wurde unruhiger, uns fehlte der Ausgleich. Wir hatten weniger Möglichkeiten Energie zu tanken und Stress abzubauen. Ohne unsere guten Gewohnheiten sind wir nicht der gleiche Mensch.


The New Normal: Quo vadis gute Gewohnheiten?


Für viele Bedürfnisse wurden schnell Alternativen gefunden: Meetings per Videocall, Sport via Instagram und Feierabendbier bei Zoom. Mittlerweile stellt sich vielerorts ein Gefühl von Normalität ein. Doch wie sehr schätzen wir diese neue Normalität? Funktionieren die neue Gewohnheiten auch dauerhaft für uns? Und was brauchen wir für ein gutes Leben?


Jetzt ist die Zeit, um unsere neuen und alten Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und einen Systemcheck vor zu nehmen: Wie zufrieden bin ich mit meinem Alltag? Wie geht es mir körperlich und geistig? Was brauche ich für mehr Energie, Ruhe und Gelassenheit?


Mit guten Gewohnheiten jeden Tag ein Prozent besser werden


Unsere Gewohnheiten sind Kraftgeber für den Alltag. Mit Geduld und Durchhaltevermögen  können sie unser Leben grundlegend verändern. Angenommen wir werden durch unsere Gewohnheiten jeden Tag ein Prozent in einer Sache besser, dann sind wir am Ende des Jahres 37-mal so gut wie noch am Anfang. Das ist exponentielles Wachstum. 37-mal! 


Wie beim Zähneputzen, geht es nicht darum mit dreimal Putzen die Mundhygiene für immer zu klären. Stattdessen sehen und fühlen wir die Benefits auf längere Sicht. Tägliche Liegestütze machen uns stärker. Meditation macht uns mental gesünder. Tägliches Lesen macht uns weiser. Die Effekte über lange Zeit machen Dich zu einem anderen Menschen.


Der Weg zur guten Gewohnheit beginnt mit einer guten Absicht


Erfolgreiche Gewohnheiten erkennt man bereits am Start. Denn echter, nachhaltiger Antrieb entsteht aus einem starken “Warum”. Will ich eigentlich nur ein bisschen mehr Sport machen, weil es mir gut tun würde? - Wahrscheinlich wird aus ein bisschen mehr schnell wieder ein bisschen weniger. 


Echte Motivation kommt aus uns heraus und basiert auf einem starken Bedürfnis oder einer authentischen Vision. Die Taube auf dem Dach muss für uns so attraktiv werden, dass der Spatz in unserer Hand dagegen uninteressant wird.


“Welche Person möchtest du sein?”, das ist die Kernfrage von James Clear, dem Gewohnheitsexperten und Autor von „Atomic Habits“. “Ich möchte fit und gesund sein, um mit meinen Kinder die Welt zu entdecken”, wäre solch ein starkes “Why”.


Die Gewohnheit so gestalten, dass der Schweinehund chancenlos bleibt


Wenn selbst die größte Motivation mal Pause macht, dann helfen uns ein paar clevere Handgriffe, um trotzdem dranzubleiben. In jedem Fall solltest Du direkt zu Beginn festlegen, wann, wie und wo Du Deine neue Gewohnheit ausführen wirst. Es sollte sehr klar sein, in welchem Kontext sie stattfindet: etwa Zuhause, vor oder nach einer bestimmten Aktivität, zum Beispiel nach dem Aufstehen, oder nach dem Abendessen. 


Hilfreich ist ebenfalls, wenn Du Deine Umgebung so anpasst, dass ein Vorbeikommen an der Gewohnheit eigentlich unmöglich ist. Vielleicht sind es die Sportsachen, die für den morgendlichen Lauf bereits neben dem Bett bereitliegen. Erinnerungen per Smartphone oder als Notiz können helfen. Am effektivsten ist mit Sicherheit ein “Partner in crime”, mit dem man die neue Gewohnheit zumindest zu Beginn gemeinsam durchzieht.


Mit kleinen Belohnungen tägliches Dranbleiben fördern


Unser Wille kann noch so stark sein - wenn es mal keinen Spaß macht und wir die positiven Ergebnisse nicht sofort sehen, dann ist es hart dran zu bleiben. Wenn wir langfristige Ziele erreichen wollen, brauchen wir auch kurzfristige Belohnungen, die uns motivieren. Im kleinen Stil kann das ein kleiner Haken sein, den wir nach vollbrachter Gewohnheit in unser Notizbuch eintragen und damit für einen kleinen Dopamin-Kick sorgen. Wir können unsere Gewohnheit auch an eine schöne Aktivität koppeln, etwa unseren Lieblingspodcast, den wir fortan nur beim Laufen hören werden. Du wirst dich wundern, wie lange du laufen kannst ;-)


Die individuelle Erfolgsformel findet jeder für sich


Inspiration für neue Gewohnheiten gibt es zu genüge, dafür haben die Sozialen Medien in den vergangenen Monaten gesorgt. Und letztlich gibt es auch kein Patentrezept. Jeder sollte für sich ausprobieren, welche Gewohnheiten sich gut anfühlen und was funktioniert, um dem eigenen “Warum” näherzukommen. Die Offenheit, bestehende Routinen zu hinterfragen, auszusortieren und neue Gewohnheiten auszuprobieren, hilft uns dabei zu erkennen, wie unser individueller Erfolgsweg aussehen könnte und schafft damit mentale Flexibilität für zukünftige Herausforderungen.



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