• Sarah Mahr

Pausen als dein Schlüssel zu glücklicher Produktivität





Vielleicht kennst du diese Situation: Noch heute muss ein wichtiges Projekt abgeschlossen werden und gleichzeitig ploppt eine dringende E-Mail nach der nächsten auf. Unsere natürliche Reaktion auf so einen Situation: Jetzt richtig Gas geben! Was uns oftmals als letztes in den Sinn kommt: eine Pause zu machen. So paradox es klingt, genau das wäre jetzt am zielführendsten. Die Wissenschaft konnte dies in zahlreichen Studien bereits belegen (z.B. Sio, Ormerod, 2009, Donovan, Redosevich, 1999).


Wichtig ist hier allerdings noch zu erwähnen, was wir unter einer Pause verstehen. Denn Pause ist nicht gleich Pause. Je besser es uns gelingt in einer Pause unser Gehirn zur Ruhe kommen zu lassen, desto wirkungsvoller ist sie. Wir reden hier daher von keinen “Ich-Check-mal-kurz-meinen-Insta-Feed-Pausen”, oder “Ich-hol-mir-kurz-einen-Snack-Pausen”, wo du gedanklich in andere Themen eintauchst oder deine Gedanken einfach weiter sprudeln lässt. Solche Pausen sind eher Energieräuber. Es geht hier um achtsame Pausen, in denen du Abstand von deinen Gedanken nimmst und du nur im Moment bist. Schon kleine achtsame Mikro-Pausen von 1 bis 10 Minuten haben einen großen Effekt und geben dir Energie für einen produktiven und zufriedenen Tag - für glückliche Produktivität. Dich interessiert warum das möglich ist? Folgende drei Erkenntnisse haben uns diesbezüglich besonders überzeugt.



1. NACH EINER PAUSE KANN DEIN GEHIRN BESSER PRIORISIEREN



Gerade dann, wenn wir viel zu tun haben, ist die Fähigkeit zu Priorisieren umso wichtiger. Bei welchen Aufgaben macht es Sinn länger zu verweilen?


In unserem Gehirn ist unter anderem der präfrontale Kortex für diese Entscheidungen zuständig. Das ist der Bereich unseres Gehirns, der unter anderem für Planung, Entscheidung und Priorisierung zuständig ist. Dieser Bereich wird stark davon beeinflusst, ob wir Pausen machen, oder eben nicht. In Pausen wird Erlebtes bearbeitet sowie neue Synapsen gebildet. Ohne Pausen können wir viel schlechter entscheiden, was wichtig ist, und was nicht. Wir arbeiten somit unproduktiver, da wir an unwichtigen Dingen hängen bleiben.



2. NACH EINER PAUSE KANN SICH DEINE KREATIVITÄT BESSER ENTFALTEN




Kreativität umfasst deutlich mehr als künstlerische Tätigkeiten. Fast in jedem Job hängt der Erfolg maßgeblich davon ab, wie kreativ wir an ein Problem herangehen. Kreativität heißt neues zu erschaffen oder auch kreative Lösungen für veränderte Bedingungen und neue Problemstellungen zu finden. Kreativität ist also sehr entscheidend dafür, wie produktiv du arbeitest. Findest du die eine kreative Lösung, sparst du dir eine Menge Zeit.


Die Good News dabei sind: Jeder ist kreativ! Dieser Überzeugung ist Ernst Pöppel, der lange Zeit Professor für Medizinische Psychologie an der LMU München war und sich in seiner Forschung intensiv mit dem Thema Kreativität befasst. Seiner Meinung kann man Kreativität nicht herbeiführen, aber man kann die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Kreativität entfalten kann. Pausen sind dafür essentiell, da das Gehirn in den Pausen die bestehenden Informationen neu kombiniert und dadurch erst neue Ideen möglich macht. Er sagt: “Man muss dem Gehirn einfach mal eine Chance geben und es in Ruhe denken lassen. Nur so können neue Gedanken entstehen.”


Gerade dann, wenn du für ein besonders wichtiges Thema eine Lösung brauchst, mache das nächste mal eine kleine Pause. Auch als Team, wenn ihr in einem Workshop oder Meeting gerade nicht weiterkommt, legt eine kleine Kreativitäts-Mikro-Pause ein. Ihr werdet sehen, dass die Ideen danach viel leichter sprudeln werden, und ihr mehr Spaß haben werdet.



3. DURCH MIKROPAUSEN BLEIBST DU KONZENTRIERT




Auch die Fähigkeit sich auf eine Aufgabe konzentrieren zu können wird durch kleine Mikropausen zwischendurch beeinflusst. Der Grund dafür ist recht simpel: Wir synchronisieren uns dadurch mit unseren natürlichen Rhythmus. So funktioniert unser Körper und unser Gehirn nämlich am liebsten und besten. Forscher, wie Ingo Fietze, Professor am Schlafmedizinischen Campus der Berliner Charité, sind der Meinung, dass unsere Leistungsfähigkeit in einem 90-minütigen-Rhythmus schwankt. Tony Schwartz bezeichnet diesen Rhythmus als “Pulse and Pause”. Ganz automatisch nimmt unsere Konzentration nach 90 Minuten ab. Gehen wir diesem Impuls unseres Körpers nach einer Mikropause nach, können wir danach fokussiert und entspannt weiterarbeiten, anstatt uns durch das “Müdigkeitsloch” durchzuquälen. Nicht nur, dass sich dieses Ignorieren der Pause unangenehm anfühlt, es ist ein Trugschluss zu glauben, dass du schneller fertig bist, wenn dieses Bedürfnis ignorierst.


Wie wäre es jetzt mit einer kleinen Pause? Hier entlang!

Anmerkungen? Direkter Kontakt zu Sarah









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