• Sarah Mahr

Die Bedeutung von Pausen im Zeitalter von Remote-Work und Homeoffice


Bei vielen Menschen haben Pausen noch immer einen schlechten Ruf. Zu unrecht. Achtsame Pausen senken nicht nur das Stresslevel, sondern steigern die Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und die Fähigkeit zu priorisieren. Kurzum: Sie steigern die Produktivität (siehe hier).

In diesem Artikel erfährst du, wie sich Bedeutung und Wichtigkeit von Mikropausen im Arbeitsalltag durch die Digitalisierung gewandelt haben und warum achtsame Pausen gerade in Zeiten von Remote-Work als neue Routinen etabliert werden sollten. Und zwar nicht nur auf individueller Ebene, sondern vor allem als neue Corporate Routine, die durch das Management vorgelebt wird und in der Unternehmenskultur verankert ist.



In Zeiten vor der Digitalisierung kamen Pausen noch viel automatischer in unserem Alltag vor.


Früher wurden ganz natürlich mehr Pausen gemacht, auch dann wenn der Tag ohne aktive Pausen strukturiert war.


Die Digitalisierung hat es uns möglich gemacht, jede - ja, ich meine jede - Sekunde unsere Tages zu nutzen. Wir können bereits direkt nach dem Aufwachen die erste E-Mail beantworten, im Zug an der nächsten Präsentation basteln und sogar auf der Toilette unsere Wocheneinkäufe bestellen!



Das war noch ganz anders in der Zeit vor Cloud, VPN-Zugang und Smartphone. Erreichbar waren wir via Festnetz, und der Computer stand auf dem Schreibtisch. Damals war es technisch nicht möglich, überall noch schnell etwas zu erledigen. Zeiten, in denen das Hirn in einen “Leerlauf”-Modus ging, waren dadurch viel natürlicher gegeben.


Es gab viel mehr Zeiten in denen das Gehirn von Arbeitsthemen pausieren konnte. Weiße Felder im Kalender blieben weiß. Heute sind wir dazu verleitet, die weißen Felder unseres Kalenders spontan mit Arbeit zu füllen, und sie nicht mehr als Pause zu nutzen. Der Termin verspätet sich um 15 Minuten. Kein Problem: ich beantworte kurz meine Mails.



Die weißen Felder im Kalender werden durch Remote-Work noch weniger.


Und nicht nur, dass wir die weißen Felder im Kalender nicht mehr weiß sein lassen, je mehr wir von Zuhause aus arbeiten, umso stärker verringern sie sich. Es fehlen die Zeiten, die wir für einen Ortswechsel brauchen (in die Arbeit oder zwischen Meetings) oder die wir beim Lunch oder Café mit Kollegen verbringen. Ein Zoom-Meeting ist vorbei, schon geht das nächste los. Kein Arbeitsweg mehr. Keine Kollegen zum kleinen Plausch in der Kaffeeküche. Mittagessen vor dem Laptop. So sieht der Arbeitsalltag von vielen momentan aus.



Im Remote-Zeitalter können wir uns nicht mehr auf automatische Pausen verlassen. Wir brauchen sie allerdings um produktiv, ausgeglichen und gesund zu bleiben.


Wir müssen jetzt also einer neuen Situation ins Auge blicken: Im Remote-Work-Zeitalter, das durch Corona schneller gekommen ist, als wir das je hätten ahnen können, sind natürliche Pausen ein viel geringerer Bestandteil des Arbeitsalltages geworden. Wir können uns nicht mehr auf diese automatischen Pausen verlassen, sondern müssen sie aktiv in unseren Arbeitsalltag einbauen.


Denn ohne diese Pausen leidet unsere Produktivität, und unser Wohlbefinden. Unser Körper und Geist sind nicht gemacht für ein Leben ohne Momente der inneren Ruhe.


“Körperlich und geistig sind wir bei der Geburt im Grunde mit den Menschen identisch, die vor 10.000 oder auch 100.000 Jahren gelebt haben", sagt der Psychologe und Wissenschaftsautor Thilo Spahl.


Unsere Welt verändert sich rasant, aber unsere Bedürfnisse nicht. Das Gehirn braucht weiterhin regenerative Pausen. Dies ist auch Inhalt einer alten Weisheit aus dem Taoismus:

“Wenn du es eilig hast, mache einen Umweg”.

Das gezielte Nichtstun ist entscheidend, damit wir ausgeglichen bleiben.


Wenn wir das nicht tun, fühlen wir uns überlastet, Stress breitet sich im ganzen Körper aus, der Rücken schmerzt, die Laune geht bergab und wir schlafen schlecht. Wir sind dann nicht nur auf dem Weg in den Burn-Out, sondern arbeiten auch deutlich unproduktiver.

Wir brauchen Pausen um konzentriert und kreativ arbeiten zu können.



Mitarbeiter sollten in dieser Situation allerdings nicht alleine gelassen werden. Ohne die passende Unternehmenskultur und Rahmenbedingungen werden weiterhin zu wenige Mikro-Pausen eingelegt werden.


Was früher automatisch vorhanden war, bedarf heute einem aktiven Management. Es ist also an der Zeit, dass neue Corporate Routinen eingeführt werden. Sonst leidet nicht nur die Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit jedes einzelnen, sondern des gesamten Unternehmens. Warum Pausenmanagement in Unternehmen Priorität werden sollte und wie die Einführung eines Pausen-Managements gelingt, erfährst du in unserem nächsten Artikel!


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